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	<title>Kommentare zu: Crowdsourcing: Kollektive Ausbeuten, solange es uns nicht trifft</title>
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	<lastBuildDate>Mon, 19 Jul 2010 16:27:54 +0000</lastBuildDate>
	
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		<title>Von: Homer</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/crowdsourcing-kollektive-ausbeuten-solange-es-uns-nicht-trifft/comment-page-1/#comment-73</link>
		<dc:creator>Homer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 22:13:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.digitallifedesign.net/?p=320#comment-73</guid>
		<description>Crowdsourcing ist nichts weiter als der kommerzielle Ableger von OpenSource-Communities, mit dem Unterschied das nur der Veranstalter seinen Nutzen daraus ziehen kann. Bewerber erhalten nichts oder sehr wenig für Ihre Leistung und ziehen auch keinen Nutzen am fertigen Produkt oder der umgesetzten Idee, da diese am Ende nicht frei zur Verfügung steht.
&lt;b&gt;Crowdsourcing ist doch bloß Ausnutzung 2.0&lt;/b&gt; und jeder Kreative der da mitmacht verschleudert einfach nur sein Können und trägt zum Dumping bei. 

&lt;b&gt;Ein reales Beispiel aus den öffentlich einsehbaren Werten eines Crowdsourcing-Portals an Hand eines Top-Designers&lt;/b&gt;: 
- Teilgenommen an 517 Wettbewerben
- Gewonnen 24
- Durchnittsverdienst: 203,75€
- Arbeitsaufwand je Wettbewerb = 2h (Sichtung, Erstellung, Einrichung, Kommunikation) 
GEWINN: 24x203,75=4890€
STUNDENLOHN: 4890€ / (517Wettbewerbe a 2h = 1034h) = 4,72€

Also McDonalds bietet 8,-€ die Stunde und daruf muss man nicht noch Steuern zahlen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Crowdsourcing ist nichts weiter als der kommerzielle Ableger von OpenSource-Communities, mit dem Unterschied das nur der Veranstalter seinen Nutzen daraus ziehen kann. Bewerber erhalten nichts oder sehr wenig für Ihre Leistung und ziehen auch keinen Nutzen am fertigen Produkt oder der umgesetzten Idee, da diese am Ende nicht frei zur Verfügung steht.<br />
<b>Crowdsourcing ist doch bloß Ausnutzung 2.0</b> und jeder Kreative der da mitmacht verschleudert einfach nur sein Können und trägt zum Dumping bei. </p>
<p><b>Ein reales Beispiel aus den öffentlich einsehbaren Werten eines Crowdsourcing-Portals an Hand eines Top-Designers</b>:<br />
- Teilgenommen an 517 Wettbewerben<br />
- Gewonnen 24<br />
- Durchnittsverdienst: 203,75€<br />
- Arbeitsaufwand je Wettbewerb = 2h (Sichtung, Erstellung, Einrichung, Kommunikation)<br />
GEWINN: 24&#215;203,75=4890€<br />
STUNDENLOHN: 4890€ / (517Wettbewerbe a 2h = 1034h) = 4,72€</p>
<p>Also McDonalds bietet 8,-€ die Stunde und daruf muss man nicht noch Steuern zahlen!</p>
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	<item>
		<title>Von: drcho</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/crowdsourcing-kollektive-ausbeuten-solange-es-uns-nicht-trifft/comment-page-1/#comment-72</link>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 18:35:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.digitallifedesign.net/?p=320#comment-72</guid>
		<description>Zum Argument mit der veränderten Geschäftswelt im Internet: da wurden die Eltern Minderjähriger bestraft, weil sie Musik runtergeladen haben. Es handelt sich in gewisser Weise sogar um das gleiche Phänomen wie Crowdsourcing. Weil es noch kaum vernünftige Anpassungen des Copyrights an das Internetzeitalter gab, haben Unternehmen (nicht Musikbands!) sich daran bereichert, Bürger finanziell zu belangen. Bei Crowdsourcing profitieren Unternehmen nun davon, dass Menschen keinen sicheren Job haben. Klar, sie haben die Wahl. Aber wenn man weiß, dass sich selbst in Deutschland derzeit auf relativ schlecht bezahlte und befristete Stellenanzeigen oft mehrere hundert hochqualifizierte Menschen bewerben, dann scheint diese Freiwilligkeit beim zweiten Blick nicht zu existieren.

Ich bin seit mehreren Jahren mehr oder weniger zufriedener t3n-Leser. Aber hier einfach nur zu erwähnen, dass Crowdsourcing diskutiert wird, reicht mir eben als Kritik nicht aus. Weil auch t3n Crowdsourcing in der Praxis verwendet und weil sich Unternehmen nicht entscheiden können, spricht das doch noch nicht für Crowdsourcing. Aus Unternehmersicht ja. Aber darum geht es mir nicht. Denn aus Unternehmersicht sind unfaire soziale Bedingungen in Zuliefererbetrieben der dritten Welt auch irrelevant, sogar oft günstiger. Die haben ja im Prinzip auch die Wahl, zu tun, was sie wollen. Nur nicht nach Europa kommen, denn wir lassen sie nicht rein. Kapital darf sich weltweit bewegen, Menschen nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Argument mit der veränderten Geschäftswelt im Internet: da wurden die Eltern Minderjähriger bestraft, weil sie Musik runtergeladen haben. Es handelt sich in gewisser Weise sogar um das gleiche Phänomen wie Crowdsourcing. Weil es noch kaum vernünftige Anpassungen des Copyrights an das Internetzeitalter gab, haben Unternehmen (nicht Musikbands!) sich daran bereichert, Bürger finanziell zu belangen. Bei Crowdsourcing profitieren Unternehmen nun davon, dass Menschen keinen sicheren Job haben. Klar, sie haben die Wahl. Aber wenn man weiß, dass sich selbst in Deutschland derzeit auf relativ schlecht bezahlte und befristete Stellenanzeigen oft mehrere hundert hochqualifizierte Menschen bewerben, dann scheint diese Freiwilligkeit beim zweiten Blick nicht zu existieren.</p>
<p>Ich bin seit mehreren Jahren mehr oder weniger zufriedener t3n-Leser. Aber hier einfach nur zu erwähnen, dass Crowdsourcing diskutiert wird, reicht mir eben als Kritik nicht aus. Weil auch t3n Crowdsourcing in der Praxis verwendet und weil sich Unternehmen nicht entscheiden können, spricht das doch noch nicht für Crowdsourcing. Aus Unternehmersicht ja. Aber darum geht es mir nicht. Denn aus Unternehmersicht sind unfaire soziale Bedingungen in Zuliefererbetrieben der dritten Welt auch irrelevant, sogar oft günstiger. Die haben ja im Prinzip auch die Wahl, zu tun, was sie wollen. Nur nicht nach Europa kommen, denn wir lassen sie nicht rein. Kapital darf sich weltweit bewegen, Menschen nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Christe</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/crowdsourcing-kollektive-ausbeuten-solange-es-uns-nicht-trifft/comment-page-1/#comment-71</link>
		<dc:creator>Jan Christe</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 18:06:28 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo drcho,

vielen Dank für Deine kritische Auseinandersetzung mit unserer Crowdsourcing-Aufzählung, auch wenn ich Deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen kann. Zunächst mal finde ich den Beitrag meines Kollegen nicht &quot;völlig unkritsich&quot; - siehe Absatz &quot;Pro &amp; Contra zu Crowdsourcing&quot;.

Was mich aber am meisten stört ist das Argument &quot;Hier werden Designer ausgenutzt&quot;. Da kann ich nur klar wiedersprechen. Zum einen steht es doch jedem frei, sich an solchen Design-Plattformen einfach nicht zu beteiligen und sie zu boykottieren. Ausgenutzt wird nur, wer sich ausnutzen lässt.

Zum anderen verändert das Internet nun mal die Geschäftswelt, ob man will oder nicht. Das kann man finden wie man will, aufhalten kann man es nicht. Genauso wenig kann die Musikindustrie verhindern, dass ihr traditionelles Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, das selbe gilt für viele Verlage.

Vielmehr gilt es aus meiner Sicht, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und für sich sinnvoll zu nutzen.

Nach unserem Wettbewerb bei 99designs, den ein Grafiker aus Guatemala gewonnen hat, haben wir übrigens alle folgenden Cover auf Basis des beim Crowdsourcing entstandenen Grundlayouts von einem lokalen Grafiker gestalten lassen, weil dabei die Absprache deutlich einfacher ist.

Aus meiner Sicht macht Crowdsourcing Agenturen und professionelle Designberufe nicht überflüssig, sondern stellt lediglich eine sinnvolle Ergänzung dar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo drcho,</p>
<p>vielen Dank für Deine kritische Auseinandersetzung mit unserer Crowdsourcing-Aufzählung, auch wenn ich Deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen kann. Zunächst mal finde ich den Beitrag meines Kollegen nicht &#8220;völlig unkritsich&#8221; &#8211; siehe Absatz &#8220;Pro &amp; Contra zu Crowdsourcing&#8221;.</p>
<p>Was mich aber am meisten stört ist das Argument &#8220;Hier werden Designer ausgenutzt&#8221;. Da kann ich nur klar wiedersprechen. Zum einen steht es doch jedem frei, sich an solchen Design-Plattformen einfach nicht zu beteiligen und sie zu boykottieren. Ausgenutzt wird nur, wer sich ausnutzen lässt.</p>
<p>Zum anderen verändert das Internet nun mal die Geschäftswelt, ob man will oder nicht. Das kann man finden wie man will, aufhalten kann man es nicht. Genauso wenig kann die Musikindustrie verhindern, dass ihr traditionelles Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, das selbe gilt für viele Verlage.</p>
<p>Vielmehr gilt es aus meiner Sicht, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und für sich sinnvoll zu nutzen.</p>
<p>Nach unserem Wettbewerb bei 99designs, den ein Grafiker aus Guatemala gewonnen hat, haben wir übrigens alle folgenden Cover auf Basis des beim Crowdsourcing entstandenen Grundlayouts von einem lokalen Grafiker gestalten lassen, weil dabei die Absprache deutlich einfacher ist.</p>
<p>Aus meiner Sicht macht Crowdsourcing Agenturen und professionelle Designberufe nicht überflüssig, sondern stellt lediglich eine sinnvolle Ergänzung dar.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Destiny</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/crowdsourcing-kollektive-ausbeuten-solange-es-uns-nicht-trifft/comment-page-1/#comment-70</link>
		<dc:creator>Destiny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:25:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.digitallifedesign.net/?p=320#comment-70</guid>
		<description>Yeah! Endlich sagt mal einer, wie es wirklich funktioniert. Statt bezahlter Arbeit ist Crowdsourcing die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Rätselhaft, warum Crowdsourcing fast immer aus der Sicht des Auftraggebers beschrieben wird. 

Richtig ist: Die kollektive Kreativität wird schon sehr bald Agenturen und professionelle Designberufe überflüssig machen. Aber da müssen wir doch nicht auch noch Hurra schreien!?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Yeah! Endlich sagt mal einer, wie es wirklich funktioniert. Statt bezahlter Arbeit ist Crowdsourcing die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Rätselhaft, warum Crowdsourcing fast immer aus der Sicht des Auftraggebers beschrieben wird. </p>
<p>Richtig ist: Die kollektive Kreativität wird schon sehr bald Agenturen und professionelle Designberufe überflüssig machen. Aber da müssen wir doch nicht auch noch Hurra schreien!?</p>
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