Bloggen, was ist das denn?

Pixelio will mir nicht nur kostenlos Bilder, sondern auch gleich noch ein Playboy Abo mit Handy andrehen
Pixelio will mir nicht nur kostenlos Bilder, sondern auch gleich noch ein Playboy Abo mit Handy andrehen

Ich habe inzwischen schon fast vergessen wie ich mich hier in meinem Blog einlogge. Wenn ich intuitiv etwas in die Adresszeile meines Internetbrowsers tippe, dann ist es leider immer häugfiger facebook [dot] com oder so ähnlich. Warum nutzen wir alle dieses Netzwerk, das unsere Daten speichert und weiterverkauft? Was ist aus unserer Autonomie von einst geworden?

Vor Jahren

durfte man noch träumen von der neuen Demokratie im Internet. Open Source und Wikipedia gaben uns eine neue Energie, die uns glauben ließ, wir werden die Globalisierung von unten anpacken. Jeder hat ein Recht auf Meinungsäußerung und neu war, dass der Kommunikationskanal auch nichts mehr kostete. Bloggen ist die aktivste Möglichkeit, seine Meinung kundzutun.

Und was ist heute?

Was ist da passiert, dass wir alle nur noch machen, was uns Google, Facebook, Flickr und Twitter anbieten? Haben wir keine Lust mehr auf Meinungsäußerung? Oder nur noch im kleinen privaten Umkreis unserer „Freunde“? Sehnen wir uns nach privatem Glück und Harmonie, und klicken daher so gerne auf „gefällt mir“, dass man den blöden Button schon auf jeder popeligen Webseite findete?

Die Großen AGs der Internet-Unterhaltungsindustrie

sind inzwischen so mächtig geworden, dass man ohne sie kaum noch auffällt. Das hat sich wohl geändert. Internet ist aus seinen Kinderschuhen raus. Es ist eines der relevantesten Themen überhaupt geworden. Doch erwachsen ist das noch lange nicht, was wir dort fabrizieren. Jeder klickt sich durch und schreibt lustige, unterhaltsame Sachen auf Pinwände und ändert seinen Status, sein Foto und seine Referenzen. Es ist der Kampf um Aufmerksamkeit von jedem gegen jeden. Wobei das Wort Aufmerksamkeit noch etwas groß ist. Eigentlich ist es nur Beachtung, oder noch weniger, es ist das Nicht-Ignoriert-Werden-Wollen. Es ist vielleicht zu einfach, sich den großen Anbietern unterzuordnen. Aber was dabei rauskommt, ist

Abhängigkeit.

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