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	<title>Digital entwickelt. &#187; Global und lokal</title>
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		<title>Dezentrale Facebook-Alternative: DIASPORA</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht war es meine Blasenentzündung, die mich nochmal auf die wesentlichen Dinge meines Lebens zurück besinnen ließ, keine Ahnung. Jedenfalls habe ich mich gestern bei Facebook abgemeldet. Heute morgen habe ich bereits nach einer dezentralen Alternative dazu gesucht und bin aufDIASPORA gestoßen. Ich will in diesem Artikel meine ersten Erfahrungen beschreiben.

Facebook macht Spaß
Interessant, dass man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_663" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class=" wp-image-663" title="Diaspora homepage" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2012/01/diaspore_homepage-300x295.png" alt="" width="300" height="295" /><p class="wp-caption-text">Diaspora heißt die Software, registrieren kann man sich auf jedem beliebigen Server, der die Software installiert hat, z.B. in Deutschland auf geraspora.de</p></div>
<p title="Diaspora in Wikipedia">Vielleicht war es meine Blasenentzündung, die mich nochmal auf die wesentlichen Dinge meines Lebens zurück besinnen ließ, keine Ahnung. Jedenfalls habe ich mich gestern bei Facebook abgemeldet. Heute morgen habe ich bereits nach einer dezentralen Alternative dazu gesucht und bin auf<strong>DIASPORA</strong> gestoßen. Ich will in diesem Artikel meine ersten Erfahrungen beschreiben.</p>
<p><span id="more-651"></span></p>
<h2>Facebook macht Spaß</h2>
<p>Interessant, dass man sich immer erst mit einem Problem auseinandersetzt, wenn es akut ist. Das ist wohl auch der Grund, warum kaum einer Facebook verlässt, obwohl die negative Kritik groß und alltäglich ist.</p>
<p>Man muss zugeben, dass es auch irgendwie ein neues Lebensgefühl ist, sich mit so vielen Leuten austauschen zu können, jedem jederzeit eine Nachricht zu schicken, und zu erfahren, wem was gefällt. Zudem entwickelt Facebook ja immer neue Features, die den Austausch vereinfachen.</p>
<p>Doch dieser Spaß-Faktor ändert nichts daran, dass Facebook die Rechte aller hochgeladenen Fotos erhält und überhaupt mit den Daten nahezu alles tun kann, was es will. Da niemand weiß, wie sich die Technologie bezüglich Gesichtserkennung etc. in den kommenden 10-20 Jahre entwickeln wird, ist das Risiko einfach zu groß, das die User eingehen, die heute fleißig die Fotos ihrer Kinder hochladen und &#8220;teilen&#8221;.</p>
<h2>Alternative Konzepte zu Facebook ohne Verzicht auf gute Features</h2>
<p>Da ich selbst in den vergangenen Jahren viel im Web programmiert und entwickelt habe, sind nach der Abmeldung bei Facebook erst mal meine Überlegungen losgegangen, was die Anforderungen an eine Alternative sein könnten:</p>
<ul>
<li><strong>Dezentrale Struktur</strong>: Facebook ist insbesondere so gefährlich, weil ein Unternehmen die Daten von über 800 Millionen Menschen sammelt. Wenn jeder hingegen seine Daten wie beim E-Mail-Account auf einem anderen Server liegen hätte, könnte dieses Risiko ausgeschlossen werden.</li>
<li><strong>Niedrigschwelliges Angebot</strong>: Es müsste ähnlich einfach sein wie bei Facebook, sich für die Seite registrieren und loszulegen, da ein zu hoher Aufwand die User abschrecken würde.</li>
<li><strong>Ähnliche Features</strong>: Auf den Komfort, an den man sich einmal gewöhnt hat, will man nicht mehr verzichten. Das bedeutet, dass die Alternative zu Facebook auch Funktionen wie Posten, Kommentieren, Pinwand, Listen (bzw. Kreise), Fotoalben, private Nachrichten usw. bieten müsste.</li>
<li><strong>Mehrwert</strong>: Damit ein solches Projekt auch zum Erfolg wird, müssten im besten Fall noch zusätzliche tolle Features geboten werden, die weder Facebook noch Google+ bisher integriert haben.</li>
</ul>
<h2>Diaspora &#8211; ein geeignetes Network als Facebook-Nachfolge</h2>
<p>Ich muss zugeben, ich war skeptisch, als ich den Artikel über Diaspora auf <a title="öffnet einen externen Link" href="http://netzwertig.com/2010/05/10/diaspora-mit-einem-dezentralen-netzwerk-gegen-facebook-co/" target="_blank">netzwertig,com</a> gelesen habe. Ein ZEIT- und der Wikipedia-Artikel haben mich schon mehr überzeugt, und nach der unkompliziertesten Anmeldung meines Lebens bei Geraspora, einem deutschen Server habe ich gleich ein paar Features getestet und bin überzeugt, dass Diaspora ein sehr geeigneter Nachfolger für Facebook sein kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a class="thickbox" href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2012/01/geraspora_stream.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-670 alignleft" title="geraspora_stream" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2012/01/geraspora_stream-300x187.png" alt="" width="300" height="187" /></a></p>
<h2>Die Optik von Diaspora</h2>
<p>Nach der Anmeldung erinnert alles bis auf die Farbe an Facebook. Ein schmaler Balken ganz oben und drei Spalten darunter. In der Mitte werde ich gefragt: <em>Woran denkst Du gerade?</em> Ich sehe öffentliche Posts von allen, kann kommentieren und mir kann gefallen. In der Leiste oben gibt es ein Suchfenster, den Home-Link, Benachrichtigungen, private Nachrichten sowie meinen Namen, unter dem sich mein Profil, Kontakte sowie Einstellungen befinden. Alles in allem also sehr ähnlich zu Facebook und durchaus auch logisch in dieser Form.</p>
<h2>Gezielt kommunikativ</h2>
<p>Auf meinen ersten, öffentlichen Post, dass ich hier neu bin, habe ich gleich eine Reaktion bekommen. So viel Kommunikation ist man bei Facebook gar nicht gewohnt, da reagieren nicht einmal die &#8220;Freunde&#8221;.</p>
<p>Man kann einerseits wie bei Facebook entscheiden, wer die eigenen Posts lesen darf. Dabei gibt es auch Listen (Bekannte, Freunde, Arbeit usw.). Zudem erklärt man über Hashtags (z.B. #musik) seine Interessen und Schwerpunkte und postet und abonniert so, ähnlich wie bei Twitter, Beiträge zum Thema, egal an welche und von welchen Nutzern. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Facebook, wo man aus seinem sozialen Umfeld nicht richtig raus kommt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wer es Leid ist, alle seine Inhalte an Facebook zu verschenken, andererseits aber nicht auf die Vorteile eines sozialen Netzwerks verzichten will, der sollte auf jeden Fall einmal Diaspora ausprobieren. Es ist kostenlos und funktioniert einwandfrei. Wie sich Diaspora langfristig durchsetzen wird, hängt zum einen von einer kritischen Masse ab, die erst einmal dort vertreten sein muss. Zum anderen müssen gesellschaftlich relevante Akteure wie Medien und Organisationen hier einsteigen, damit die eher passiven Webnutzer auch nachziehen.</p>
<p><strong>Ausprobieren kostet jedenfalls nichts und meine Versprechung ist: es lohnt sich.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Links</h3>
<ul>
<li><a href="http://diasporaproject.org">DIASPORA &#8211; offizieller Webauftritt</a></li>
<li><a href="https://pod.geraspora.de">GERASPORA &#8211; deutsche Seite zum Registrieren</a> (so genannter Pod)</li>
<li><a href="http://podupti.me">http://podupti.me</a> &#8211; Übersichtsseite weiterer Pods (Server, auf denen man seinen Diaspora-Account registrieren kann)</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora_(Software)">Wikipedia-Seite zu DIASPORA</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bloggen, was ist das denn?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 12:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe inzwischen schon fast vergessen wie ich mich hier in meinem Blog einlogge. Wenn ich intuitiv etwas in die Adresszeile meines Internetbrowsers tippe, dann ist es leider immer häugfiger facebook [dot] com oder so ähnlich. Warum nutzen wir alle dieses Netzwerk, das unsere Daten speichert und weiterverkauft? Was ist aus unserer Autonomie von einst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_581" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-581 " title="Screenshot" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2011/02/screenshot2-300x149.png" alt="Pixelio will mir nicht nur kostenlos Bilder, sondern auch gleich noch ein Playboy Abo mit Handy andrehen" width="300" height="149" /><p class="wp-caption-text">Pixelio will mir nicht nur kostenlos Bilder, sondern auch gleich noch ein Playboy Abo mit Handy andrehen</p></div>
<p>Ich habe inzwischen schon fast vergessen wie ich mich hier in meinem Blog einlogge. Wenn ich intuitiv etwas in die Adresszeile meines Internetbrowsers tippe, dann ist es leider immer häugfiger facebook [dot] com oder so ähnlich. Warum nutzen wir alle dieses Netzwerk, das unsere Daten speichert und weiterverkauft? Was ist aus unserer Autonomie von einst geworden?</p>
<h2><span id="more-580"></span>Vor Jahren</h2>
<p>durfte man noch träumen von der neuen Demokratie im Internet. Open Source und Wikipedia gaben uns eine neue Energie, die uns glauben ließ, wir werden die Globalisierung von unten anpacken. Jeder hat ein Recht auf Meinungsäußerung und neu war, dass der Kommunikationskanal auch nichts mehr kostete. Bloggen ist die aktivste Möglichkeit, seine Meinung kundzutun.</p>
<h2>Und was ist heute?</h2>
<p>Was ist da passiert, dass wir alle nur noch machen, was uns Google, Facebook, Flickr und Twitter anbieten? Haben wir keine Lust mehr auf Meinungsäußerung? Oder nur noch im kleinen privaten Umkreis unserer &#8220;Freunde&#8221;? Sehnen wir uns nach privatem Glück und Harmonie, und klicken daher so gerne auf &#8220;gefällt mir&#8221;, dass man den blöden Button schon auf jeder popeligen Webseite findete?</p>
<h2>Die Großen AGs der Internet-Unterhaltungsindustrie</h2>
<p>sind inzwischen so mächtig geworden, dass man ohne sie kaum noch auffällt. Das hat sich wohl geändert. Internet ist aus seinen Kinderschuhen raus. Es ist eines der relevantesten Themen überhaupt geworden. Doch erwachsen ist das noch lange nicht, was wir dort fabrizieren. Jeder klickt sich durch und schreibt lustige, unterhaltsame Sachen auf Pinwände und ändert seinen Status, sein Foto und seine Referenzen. Es ist der Kampf um Aufmerksamkeit von jedem gegen jeden. Wobei das Wort Aufmerksamkeit noch etwas groß ist. Eigentlich ist es nur Beachtung, oder noch weniger, es ist das Nicht-Ignoriert-Werden-Wollen. Es ist vielleicht zu einfach, sich den großen Anbietern unterzuordnen. Aber was dabei rauskommt, ist</p>
<h2>Abhängigkeit.</h2>
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		<title>Crowdsourcing: Kollektive Ausbeuten, solange es uns nicht trifft</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 11:20:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klar, es ist reizvoll, für hundet Euro ein neues Logo zu bekommen. Und warum sollte man den teuren Grafiker aus Deutschland beauftragen, wenn ein Osteuropäer oder Südamerikaner es für ein Zehntel des Preises macht? Es geht hier nicht um Rassismus oder Nationalismus, nur um faire Arbeitsbedingungen und fairen Handel. Crowdsourcing ist das neue Zauberwort. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klar, es ist reizvoll, für hundet Euro ein neues Logo zu bekommen. Und warum sollte man den teuren Grafiker aus Deutschland beauftragen, wenn ein Osteuropäer oder Südamerikaner es für ein Zehntel des Preises macht? Es geht hier nicht um Rassismus oder Nationalismus, nur um faire Arbeitsbedingungen und fairen Handel. Crowdsourcing ist das neue Zauberwort. Es behauptet zu sein, was es nicht ist, und es ist darüber hinaus sogar das genaue Gegenteil.<span id="more-320"></span></p>
<h2>Kollektive Kreativität vs. Entsolidarisierung</h2>
<p>Crowdsourcing bedeutet für den Arbeitgeber die Loslösung vom Arbeitsvertragsrecht. Denn es besteht gar kein Vertrag. Und für den Arbeitnehmer die vollständige Unsicherheit in Bezug auf Bezahlung. Es wendet die Prinzipien des freien Wettbewerbs auf einzelne Aufgaben an, tut dies auf globaler Ebene, und umgeht somit nationale Regulierungen. Crowdsourcing wirkt entsolidarisierend, denn die Angehörigen des gleichen Berufszweiges arbeiten ausschließlich gegeneinander. Frecherweise schmücken die Befürworter diese neuen globalen Ausbeutungsformen diese aber gerne mit dem Wort &#8220;kollektiv&#8221; und nennen sie dann die &#8220;Kreativität der Massen&#8221;. Damit muss aufgehört werden, denn es schaden nicht nur den Ausgebeuteten, sondern auch langfristig denjenigen, die heute noch glauben, davon zu profitieren.</p>
<h2>Open Source goes Konkurrenz</h2>
<p>Darum ärgert es mich ganz besonders, wenn in letzter Zeit vermehrt darüber berichtet wird, wie man mit Crowdsourcing die &#8220;Kreativität der Vielen&#8221; nutzen könne. Auch <a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://t3n.de/news/webtrends-10-crowdsourcing-dienste-uberblick-260451/" target="_blank">das Open Source befürwortende t3n-Magazin brachte heute erneut einen Beitrag</a>, in dem es zehn Crowdsourcing-Dienste völlig unkritisch vorstellt:</p>
<blockquote><p>Sollte sich die Firma für ein Design entscheiden, kommt ein Geschäft zwischen dem erfolgreichen Designer und dem Unternehmen zustande.</p></blockquote>
<p>Und was passiert mit den anderen? Das scheint t3n egal zu sein &#8211; doch die anderen sind vielleicht ihre Leser. Crowdsourcing handelt nach dem Motto: &#8220;Du arbeitest für uns und wir bezahlen Dich nur, wenn Du besser bist als die anderen&#8221;. Das versucht hier selbst die Open Source Szene mit beschönigenden Aussagen zu verdrängen. Schade.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir sind Facebook, Widerstand ist zwecklos.&#8221;</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/09/wir-sind-facebook-widerstand-ist-zwecklos/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 08:42:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Soziale Netzwerke&#8221; nennen sie sich und erfreuen dabei Millionen Menschen. Jeder ist dabei, die Schüler bei SchülerVZ, Studenten bei StudiVZ, Auzbis und Arbeitende bei wer-kennt-wen, Arbeitende mit Hochschulabschluss bei Facebook. (Oder wie auch immer&#8230;) Doch was passiert mit denen, die nicht dabei sein wollen? Ihre Daten werden über die Mitglieder gesammelt und dann werden sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_238" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a class="thickbox" title="Wenn das so einfach wäre. Ständig wird man wieder genervt und über alle Adressen angeschrieben, auch wenn die Freunde davon gar nichts erfahren. Denn der Mailversandt erfolgt automatisch anhand von Email-Listen der Freunde." href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/09/Emails_abbestellen_facebook.jpg"><img class="size-medium wp-image-238" title="Emails_abbestellen_facebook" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/09/Emails_abbestellen_facebook-300x210.jpg" alt="Facebook abbestellen" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Facebook abbestellen?</p></div>
<p><strong>&#8220;Soziale Netzwerke&#8221;</strong> nennen sie sich und erfreuen dabei Millionen Menschen. Jeder ist dabei, die Schüler bei SchülerVZ, Studenten bei StudiVZ, Auzbis und Arbeitende bei wer-kennt-wen, Arbeitende mit Hochschulabschluss bei Facebook. (Oder wie auch immer&#8230;) Doch was passiert mit denen, die nicht dabei sein wollen? Ihre Daten werden über die Mitglieder gesammelt und dann werden sie so lange genervt und penetriert, bis sie assimiliert sind.<span id="more-233"></span></p>
<h2>Soziale Netzwerke</h2>
<p>Ist der Begriff überhaupt gerechtfertigt? Ja, man kann sich bei Facebook mit anderen Menschen vernetzen. Man konnte es allerdings auch schon vorher. Bei Facebook handelt es sich um ein Poesiealbum, also eigentlich nur um eine oberflächliche <strong>Selbstdarstellung</strong> von Menschen. Private Nachrichten kann man sich per Email schicken und über Themen kann man in Internetforen diskutieren. Pinwände, Fotos, Lieblingsfilme, Hobbys &#8211; das soll ernsthaft die nächste Stufe zwischenmenschlicher Kontaktpflege sein? Nein.</p>
<p>Der Begriff sozial hat hier ebensowenig etwas zu suchen, denn Facebook ist zugangsbeschränkt insofern, dass man sich Datenschutzbestimmungen unterordnen muss, die selbst in Deutschland vermutlich gar nicht erlaubt wären (ebenso bei Googlemail, myspace etc.).</p>
<h2>Facebooks Kampf um neue Mitglieder</h2>
<p>Es ist wie in der Werbung, es handelt sich um einen Feldzug, es geht um Macht und Geld, und darum will Facebook uns alle. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass Nicht-Mitglieder ohne Einwilligung seiner Freunde per E-Mail eingeladen wird. Hier die Mail:</p>
<blockquote><p>Sieh dir meine Fotos auf Facebook an</p>
<p>Hallo XXX,</p>
<p>Ich habe ein Facebook-Profil erstellt, in dem ich meine Bilder, Videos und Veranstaltungen posten kann, und möchte dich als FreundIn hinzufügen, damit du diese sehen kannst. Zuerst musst du Facebook beitreten! Sobald du dich registriert hast, kannst du ebenfalls dein eigenes Profil erstellen.</p>
<p>Grüße,<br />
YYY</p>
<p>Um dich für Facebook zu registrieren, folge dem untenstehenden Link:</p>
<p>http://www.facebook.com/p.php?i=xyzxyzxyz</p>
<p>Siehe nach, wer dich noch alles zu Facebook eingeladen hat:<br />
ZZZ<br />
67 Freunde</p>
<p>XXX wurde von YYY zu Facebook eingeladen. Wenn du diese Art von E-Mails von Facebook in Zukunft nicht mehr erhalten möchtest, klicke bitte hier, um sie abzubestellen.<br />
Die Facebook-Büros befinden sich hier: 1601 S. California Ave., Palo Alto, CA 94304.</p></blockquote>
<p>Den Link, um Facebook-Einladungen abzubestellen, führt leider auch nach der 3. Benutzung nicht zum erwünschten Ergebnis, denn ich habe ja leider noch mehrere Email-Adressen, für die ich diesen Link noch nicht geklickt habe. Ich werde weiter genervt und im Namen meiner Freunde bequatscht.</p>
<h2>Alternativen</h2>
<p>Warum um alles in der Welt benutzt ihr Facebook? Warum nehmt ihr alles an, was man Euch vorsetzt? Eine private Homepage in Form eines Blogs bei <a href="http://www.wordpress.com">wordpress.com</a> kostet beispielsweise gar nicht. Ihr könnt Euch selbst Pinwände (Kommentarfunktion) anlegen und das Design aus einer beachtlichen Auswahl aussuchen. Es lässt sich jeder Mist integrieren, Twitter, Meeboo, RSS &amp; Co. Doch WordPress nervt nicht Eure Freunde. Und es bietet Euch die Möglichkeit, wirklich zu kommunizieren. Oder, wenn Ihr wirklich nur dabei sein wollt Aber wollt Ihr das wirklich?</p>
<p><strong>P.S. Dabei fällt mir auf, dass Facebook gar keinen Impressum Link auf der Startseite hat. Digitale Kontaktaufnahme für Nicht-Mitglieder unerwünscht, da wählt der Gigant doch lieber den Postweg.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Browsersalat, aber Bio bitte!</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/07/browsersalat-aber-bio-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:11:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Global und lokal]]></category>
		<category><![CDATA[Medien und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Bio]]></category>
		<category><![CDATA[Firefox 3.5]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Unsinn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.digitallifedesign.net/?p=170</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Häh?!?&#8221;, dachte ich als ich das las. Der neue Firefox bezeichnet sich als Bio-Software:
&#8220;Wir verwenden den Begriff &#8220;Bio-Software&#8221;, um all die Eigenschaften zusammenzufassen, in denen wir uns von den anderen unterscheiden&#8221; ( vgl. Firefox: 100% Bio-Software &#124; Mozilla Europe )
Darunter ein paar sehr merkwürdige Sätze über Gemeinnützigkeit, Open Source und Finanzmarkt-Unabhängigkeit oder so.

Da hat mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_172" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a class="thickbox" title="Nach Bio in der Landwirtschaft und Green IT jetzt der neueste Trend: Green Software." href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/07/firefox-bio.jpg"><img class="size-medium wp-image-172" title="firefox-bio" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/07/firefox-bio-300x223.jpg" alt="Wer genau hinsieht..." width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Wer genau hinsieht...</p></div>
<p>&#8220;Häh?!?&#8221;, dachte ich als ich das las. Der neue Firefox bezeichnet sich als Bio-Software:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir verwenden den Begriff &#8220;Bio-Software&#8221;, um all die Eigenschaften zusammenzufassen, in denen wir uns von den anderen unterscheiden&#8221; ( vgl. <a href="http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/organic/">Firefox: 100% Bio-Software | Mozilla Europe</a> )</p></blockquote>
<p>Darunter ein paar sehr merkwürdige Sätze über Gemeinnützigkeit, Open Source und Finanzmarkt-Unabhängigkeit oder so.<br />
<span id="more-170"></span></p>
<p>Da hat mal jemand gelesen, dass der Begriff in Deutschland positiv assoziiert wird, und schon rums wird die Software Bio genannt. Damit nicht der Eindruck aufkommt, ich sei gegen Bio-Produkte. Auch wenn die EU-Verordnungen noch um einiges strenger sein könnten, war das schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Green IT hat mich dann schon etwas stutzig gemacht. Da soll dann das Zweit-Notebook umweltfreundlich sein, weil die Inhalte nicht ganz so giftig sind wie die im ersten. Bio Software allerdings ist weder intelligent noch bedrohlich, sondern einfach nur dumm, primitiv, platt. Zudem einfach unseriös, denn wo führt diese Idee hin? Ich male ein Bild und nenne es Bio-Kunst, ich spiele Klavier und nenne es Bio-Musik, ich lese ein Bio-Buch und denke Bio-Gedanken über Bio-Systemtheorie. Häh?!?</p>
<h2>Nachhaltigkeit und Software</h2>
<p>Man kann Nachhaltigkeitskrieterien sicherlich auch auf Software anwenden, und findet dabei heraus, dass Open Source schon ziemlich nah an einer zukunftsfähigen Software-Entwicklung liegt, mit heutigen und künftigen Generationen im Einklang und so weiter. (vgl. <a title="Externer Link wird in neuem Fenster geöffnet" href="http://netzpolitik.org/2008/firefox-3-der-bio-browser/" target="_blank">http://netzpolitik.org/2008/firefox-3-der-bio-browser/</a> )  Aber Bio hat ja was mit der ökologischen Anbau-Methode zu tun. Man darf nicht künstlich düngen oder spritzen. Was ist denn der Dünger und das Spritzmittel beim Webbrowser? Flash (weil es komerziell ist)? Oder Quicktime-Videos? Oder sind es einfach solche hohlen Sprüche wie &#8220;100% Bio-Software&#8221;?</p>
<p>Ganz abwegig ist diese Idee nicht, denn so wie Dünger das Wachstum beschleunig, so dient Marketing dazu, die Verbreitung des Produktes zu beschleunigen. Das gedüngte Gemüse wächst schneller, doch es schmeckt dann nicht mehr so gut, der Firefox ebenso. Und wenn jetzt noch Spritzmittel eingesetzt werden, dann besteht die Gefahr, dass&#8230; aber so viele Gedanken um die Copystrategie von Firefox lohnen sich nicht. Wichtiger ist, dass der Browser läuft, läuft, läuft.</p>
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		<title>Sieben mal nichts</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/06/sieben-mal-nichts/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 06:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Global und lokal]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Trier]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Da fragte ich mich als alter Werbekaufmann noch vor einigen Wochen, warum die Wahlkampagnen in Trier allesamt aus nicht mehr als vier Wörtern bestehen. Die Frage für die Trierer SPD wäre nun geklärt, zumindest in Bezug auf die Webseite der Partei. Es ist die Agentur. Oder wie der Werbefachmann im Film &#8220;39,90&#8243; ebenso sarkastisch feststellt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_45" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a class="thickbox" title="Für den Ausländerbeirat der Stadt Trier hat die Agentur auch bereits gearbeitet. Ob hier wohl auch nur Sieben Worte drinstehen?" href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/06/seven_times_auslaenderbeirat.jpg"><img class="size-medium wp-image-45" title="seven_times_auslaenderbeirat" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/06/seven_times_auslaenderbeirat-300x130.jpg" alt="seven_times_auslaenderbeirat" width="300" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Zu den Kunden der Agentur zählt auch der Ausländerbeirat der Stadt Trier.</p></div>
<p>Da fragte ich mich als alter Werbekaufmann noch vor einigen Wochen, warum die Wahlkampagnen in Trier allesamt aus nicht mehr als vier Wörtern bestehen. Die Frage für die Trierer SPD wäre nun geklärt, zumindest in Bezug auf die Webseite der Partei. Es ist die Agentur. Oder wie der Werbefachmann im Film &#8220;39,90&#8243; ebenso sarkastisch feststellt: &#8220;Ich bin nunmal der, der heute entscheidet, was Sie morgen wollen!&#8221; In der Philosophie der Agentur spielt die Zahl Sieben eine wichtige Rolle:</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<blockquote><p>[Agentur] – mehr als nur 7!<br />
die 7 ist eine besondere zahl.<br />
sie ist eine natürliche und positive zahl.<br />
auch [Agentur] tritt mit seinen leistungen positiv und authentisch in erscheinung.</p>
<p>in der psychologie wurde schon vor mehreren hundert jahren von john locke festgestellt, dass bei personen, die mehrere gegenstände nur einen kurzen augenblick sehen, maximal 7 gegenstände direkt in erinnerung bleiben.</p>
<p>auch [Agentur] bleibt bei seinen kunden positiv in erinnerung.</p>
<p>die 7 weltwunder, 7 wochentage,<br />
die 7 ist überall präsent!</p>
<p>[Agentur] – mehr als nur 7!</p></blockquote>
<p>Wie wäre es mit:</p>
<blockquote><p>trier &#8211; da geht mehr.</p>
<p>bereits die römer lebten in trier. vor mehreren tausend jahren stellten sie fest, dass eine bequeme couch, weintrauen und maximal sieben sklaven das leben besonders positiv verschöner.</p>
<p>auch die spd verschönert seinen bürgern das leben. und so bleibt die spd den wählern positiv in erinnerung.</p>
<p>gerade der positive jazzabend mit kurt beck im brunnenhof, trier bei sonnenschein,<br />
kurt beck bei jazzmusik im brunnen des trierer brunnenhofs,<br />
kurt ist überall präsent! (gerade in wahlkampfzeiten)</p>
<p>spd &#8211; mehr als nur jazzmusik!</p></blockquote>
<p><span class="black">Im Film, den ich übrigens als durchaus sehenswert für alle Nicht-Werbeleute erachte, legt der Hauptdarsteller vor seinem Sprung vom Hochhaus ein Geständnis ab, wodurch er quasi zum Jesus </span><span class="black">wird</span><span class="black">, zum Märtyrer der Werbeleute: &#8220;Kein verantwortungsloser Idiot hatte in den vergangenen 2000 Jahren so viel Macht wie ich.&#8221;</span></p>
]]></content:encoded>
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