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	<title>Digital entwickelt. &#187; HTML</title>
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	<description>Digital Lifedesign</description>
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		<title>Open Source in produktiver Umgebung: Schwerpunkt Web</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 15:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux-Reihe]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Webdesign]]></category>
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		<description><![CDATA[Der erste Artikel aus der Linux-Reihe handelte von meinen Erfahrungen mit dem Umstieg von Windows auf Linux und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Es folgen nun weitere Beiträge, die sich mit der professionellen Arbeitspraxis in verschiedenen Bereichen unter Linux beschäftigen. In diesem ersten Teil geht es um Webdesign, PHP-Programmierung, Bildbearbeitung für den Screenbereich sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_314" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-314 " title="Symlink" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/11/symlink-300x230.jpg" alt="Noch nie gesehen? Willkommen in der Welt der Symlinks." width="300" height="230" /><p class="wp-caption-text">Noch nie gesehen? Willkommen in der Welt der Symlinks.</p></div>
<p>Der <a href="http://blog.digitallifedesign.net/2009/11/der-umstieg-auf-linux-erfahrungen/">erste Artikel</a> aus der Linux-Reihe handelte von meinen Erfahrungen mit dem Umstieg von Windows auf Linux und den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Es folgen nun weitere Beiträge, die sich mit der professionellen Arbeitspraxis in verschiedenen Bereichen unter Linux beschäftigen. In diesem ersten Teil geht es um Webdesign, PHP-Programmierung, Bildbearbeitung für den Screenbereich sowie das Arbeiten an Internetseiten über FTP. Es wird sich zeigen, dass Linux gegenüber Windows eine ganze Menge an wirklichen Vorteilen zu bieten hat.<span id="more-305"></span></p>
<h2>Allgemeine Bemerkung: Ubuntu und andere Linux-Derivate</h2>
<p>Insgesamt kann ich immer nur aus meinen Erfahrungen mit Ubuntu sprechen, ich habe weder Suse noch Fedora noch andere Linux-Derivate getestet. Im Prinzip sollte es jedoch möglich sein, die meisten Applikationen ebenso ans Laufen zu kriegen wie unter Ubuntu. Ich empfehle dennoch das Arbeiten mit Ubuntu, da hier das Installieren von Programmen (so genannte Paktet) wesentlich unkomplizierter ist als unter einigen anderen Derivaten.</p>
<h2>localhost: wamp, lamp oder xampp?</h2>
<p><strong>Windows: </strong>Wer Internetseiten nicht nur in html, css und Javascript erstellt, sondern darüber hinaus in PHP programmiert und beispielsweise Datenbanken in mySQL benutzten möchte, der braucht eine produktive Testumgebung. Weil das Einrichten von PHP, mySQL und einem Apache-Server unter Windows jedoch unheimlich kompliziert ist, gibt es seit Jahren bereits die bekannten Pakete wamp, lamp, xamp usw., die gleich alles in einem Durchgang installieren.</p>
<p><strong>Linux: </strong>Bei Ubuntu ist das (wie so vieles andere im Webbereich) einfacher. Es werden einige Pakete installiert und anschließend läuft der Apache-Server. Apache-Module wie PHP5, PHP4 oder mod_rewrite können ebenfalls als Pakete installiert werden und durch einen einfachen Befehl im Terminal ein- und abgeschatet werden (z.B. a2enmod php5 oder a2dismod ssl). Es ist außerdem zu empfehlen, den lokalen www-Ordner im eigenen home-Verzeichnis anzulegen, um auch ohne Admin-Rechten einfach auf das Dateisstem zugreifen zu können.</p>
<p>Da die meisten Webserver sowieso mit Linux laufen, hilft die Einrichtung eines <em>localhost</em> unter Linux zudem dabei, die Funktionsweise von Webservern besser zu verstehen. Da symbolische Links unter Windows nicht funktionieren, wird ein Windows-Nutzer wohl auch nie in den Genuss kommen zu verstehen, wie man Libraries recht einfach einbinden kann.</p>
<h2>FTP-Software überflüssig</h2>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_308" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a class="thickbox" title="Live-Bearbeitung einer CSS-Datei per FTP-Verbindung" href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/11/ftp_nautilus.jpg"><img class="size-medium wp-image-308 " title="FTP unter Ubuntu" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/11/ftp_nautilus-300x173.jpg" alt="Live-Bearbeitung einer CSS-Datei per FTP-Verbindung" width="300" height="173" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Live-Bearbeitung einer CSS-Datei per FTP-Verbindung</p></div>
<p><strong>Windows:</strong> Die Verbindung des Servers mit FTP ist unter Windows eine ebenso anstrengende Geschichte. Es gibt zig Programme, die ausschließlich dazu dienen, sich per FTP mit einem Server zu verbinden. Anschließend werden auf der linken Seite die lokalen Dateien, auf der rechten Seite die Online-Dateien angezeigt und es lassen sich Dateien hoch- und runterladen.</p>
<p><strong>Linux: </strong>In der Navigationsleiste des Betriebssystems gibt es einen Reiter &#8220;Orte&#8221;. Dieser Reiter enthält u.a. den Punkt &#8220;Verbindung zu Server&#8230;&#8221;. Hier lassen sich alle möglichen Serververbindungen einrichten (FTP, WebDAV, SSH etc.). Zusätzlich kann man die Verbindungen als Lesezeichen benennen, so dass sie im Nautilus, dem Dateibrowser unter Ubuntu (Gnome), angezeigt werden. Ab diesem Zeitpunkt reicht ein Klick auf das Lesezeichen, um die Verbindung herzustellen. Die Dateien werden ebenso wie lokale Dateien behandelt, können gleich vor Ort bearbeitet und gespeichert werden. Kein lästiges Runterladen ist mehr nötig. Stattdessen kann man beispielsweise Änderungen in CSS-Dateien direkt im Texteditor speichern und online sehen. Dahinter steckt natürlich ein Trick. Die Datei wird schon temporär runtergeladen und die lokale Datei wird bearbeitet. Beim Speichern wird die Datei automatisch wieder hochgeladen. Vorteil ist jedoch: der Nutzer muss sich um all diese Dinge nicht mehr kümmern.</p>
<h2>Eclipse</h2>
<p>Ein geniales Entwickler-Tool für PHP ist die Open-Source-Software Eclipse. Auf der <a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://www.eclipse.org/downloads/" target="_blank">offiziellen Download-Seite</a> gibt es eine Version für PHP-Entwickler (PDT). Diese Version sollte man lieber manuell installieren, wie dies im <a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://wiki.ubuntuusers.de/Eclipse" target="_blank">deutschsprachigen Ubuntu-Wiki </a>beschrieben wird. Die in Ubuntu vorkompilierte Version macht einige Schwierigkeiten bei Updates und es gibt  überdies eigentlich keinen Grund, die Software nicht manuell zu installieren. Eclipse läuft von Beginn an einwandfrei. Richtet man sich nun den Workspace im localhost-Ordner ein, so lässt sich problemlos alles gleich im Browser testen.</p>
<p><strong>Linux vs. Windows:</strong> Auch hier gibt es einen entscheidenden Vorteil. Dazu ein Beispiel: Es gibt eine lokale Installation des ZEND-Frameworks im localhost-Ordner mit einigen Projekten, die parallel bearbeitet werden sollen (z.b. /home/benutzername/www/zend/projekt001/ ). Will man nun dieses Projekt in einem bereits bestehenden Workspace in Eclipse bearbeiten, ohne ständig die veränderten Dateien hin und her kopieren zu müssen, ist das unter Windows nicht möglich. Unter Linux lässt sich hingegen im Workspace von Eclipse ein neues PHP-Projekt einrichten. In diesen Ordner zieht man nun einen symbolischen Link auf das zu integrierende Projekt, und schon kann man nach einer Aktualisierung im Eclipse-Pojekt (F5) das ZEND-Framework-Projekt bearbeiten.</p>
<h2>HTML- und CSS-Editoren, Javascript</h2>
<p>Eigentlich sollte Eclipse allen Anforderungen genügen, die aktuelle Web-Entwicklung fordert. Syntax-Highlighting für PHP und Javascript ist ebenso verfügbar wir das automatische Ergänzen von HTML-Tags und Attributen. Wem das jedoch noch nicht reicht, wer also lieber WYSIWYG arbeitet, für den sind zahlreiche HTML-Editoren unter Linux vorhanden. (Für eine Übersicht, siehe <a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://wiki.ubuntuusers.de/Webeditoren" target="_blank">http://wiki.ubuntuusers.de/Webeditoren</a> ).</p>
<p>Ich empfehle jedoch, nicht zu viel mit WYSIWYG und automatisierten Generatoren zu arbeiten, denn letztlich sollte man als Webdesigner verstehen, was dahinter steckt, um langfristig die Möglichkeiten auszuschöpfen. Zur Entwicklung in diesem Bereich ist zudem die Firefox-Extension &#8220;Firebug&#8221; ein zentrales und unumgängliches Tool.</p>
<h2>Webdesign und Internetgrafiken</h2>
<p>Das Design findet im Kopf statt, nicht in der Software. Nichtsdestotrotz (lustiges Wort) ist es immer auch Benutzerfreundlichkeit eines Tools, wie weit die Kreativität mit der Zeit eingeschränkt oder entfaltet wird.</p>
<p><strong>Windows: </strong>Obwohl ich noch nie mit Adobe Fireworks gearbeitet habe, sagt man, diese Software sei abgestimmt auf das Design von Webseiten. Photoshop hat seit einiger Zeit ein Zusatztool ImageReady. Dieses Tool erzeugt sogar einfachen HTML-, Javascript- und CSS-Code, was im ersten Moment verlockend klingt. Aber zwei Dinge: erstens was bringt uns der von Adobe kreierte Code, wenn jQuery diese Dinge viel besser beherrscht. Der <a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://docs.jquery.com/Tutorials" target="_blank">Einstieg in jQuery</a> ist übrigens wirklich kinderleicht. Und zweitens kostet diese Software Geld. Warum?</p>
<p><strong>Ubuntu: </strong>Eindeutige Alternative hierfür bei Linux ist Inkscape. Dieses Programm kann einfach nicht genug gelobt werden. Es ist einfacher zu bedienen als ImageReady. Das liegt vielleicht daran, dass es erst gar nicht mit Ebenen arbeitet, sondern mit Elementen. Die Gegenüberstellung von Inkscape und Photoshop im Kontext Webdesign behandelte ich auch bereits in einem Beitrag vom 2.Juli 2009 mit dem zugegeben provokanten Titel &#8220;<a title="Öffnet externen Link in einem neuen Fenster" href="http://blog.digitallifedesign.net/2009/06/brauchen-webdesigner-tatsachlich-noch-photoshop/" target="_blank">Brauchen Webdesigner tatsächlich Photoshop?</a>&#8220;. Inkscape vereinfacht das Arbeiten mit Verläufen, Schattierungen und Formen aller Art. Zudem verfügt Inkscape über eine grandiose Exportfunktion für PNG-Grafiken, die es erlaubt, die aktuelle Auswahl zu exportieren, so dass die Übertragung von Inkscape-Entwürfen in HTML- und CSS-Dateien sehr einfach ist.</p>
<h2>Fazit: Prüfung bestanden</h2>
<p>Es konnte hier auf diesem knappen Platz nur ausschnittsweise ein Vergleich zwischen Linux und Windows hergestellt werden. So wurde hier nicht weiter auf mySQL eingegangen, um den Artikel nicht endlos in die Länge zu ziehen. Jedoch kann ich allen Lesern versichern, dass Linux hier ebenso die Nase vorn hat wie in den anderen Bereichen, die mit dem Schwerpunkt Web zu tun haben. Ubuntu hat im Vergleich mit Windows nicht nur die Prüfung bestanden, sondern es schlägt Windows bei weitem. Mac habe ich hier mal rausgelassen. Es scheint ja, dass viele Programmierer auf Mac stehen, aber dieser Sekte wollte ich bisher noch nicht beitreten, alleine schon aus Sympatiegründen gegen den &#8220;Guru&#8221; der &#8220;Apple-Sekte&#8221;, wie es ein Freund mal sehr trefflich formulierte.</p>
<p>Der sichere Vorsprung von Linux gegenüber anderen Systemen im Bereich Online ist wahrscheinlich darin begründet, dass das Internet bereits von Anfang an von Unix- bzw. Linuxbasierten Systemen geprägt war. Open Source ist nirgends so weit vorangeschritten wie im Onlinebereich, und warum sollte man da auf Betriebssysteme setzen, die diese Philosophie nicht vertreten. Meine Empfehlung für alle Webdesigner, -entwickler und -programmierer: Lasst Euch nicht länger von Firewalls, Windows-Verknüpfungen und aufgrund des Systems nicht möglichen Unmöglichkeiten belästigen und steigt um. Hier lohnt es sich wirklich!</p>
<h2>Nächste Folge: Musikproduktion und Audiobearbeitung</h2>
<p>Nicht in allen Bereichen hat Linux so die Nase vorn wie beim Schwerpunkt Web. Meine Erfahrungen als ehemaliger Musikproduzent und der Umstieg auf Linux sollen im nächsten Teil der Linux-Reihe Umsteigern helfen, ihre Entscheidung zu fällen.</p>
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		<title>Braucht der Mensch heute ein CMS?</title>
		<link>http://blog.digitallifedesign.net/2009/08/braucht-der-mensch-heute-ein-cms/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 12:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Open Source]]></category>
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		<description><![CDATA[Und wenn ja, was braucht dann ein CMS? Zugegeben, die Frage klingt etwas provokant. Der Mensch braucht gewiss kein CMS, aber in gewisser Weise hat die Internetnutzung zugenommen und zunehmend stellen Menschen Content ins Netz ein. Daher lässt sich fragen, wie der Mensch eigentlich diesen Content einstellt, ober er dazu neue Werkzeuge und was überhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_187" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a class="thickbox" title="&quot;WIBS&quot; ist ein neuer Versuch eines modernen CMS. Es soll nicht alles können, was andere Programme sowieso schon können. WIBS dient der Unterstützung zur Pflege einer Webseite: HTML-Quelltext muss bearbeitet werden, die Seitenstruktur muss erweitert und verändert werden, Medien sind hochzuladen und zu verlinken. So wird WIBS eine einfache Ansammlung von Tools zur Bearbeitung der standardisierten Inhalte einer Homepage statt eines überkomplexen CMS mit wieder neuen und eigenen Standards." href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/08/wibs_be.jpg"><img class="size-medium wp-image-187" title="wibs_be" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/08/wibs_be-300x157.jpg" alt="WebdixX Nachfolger WIBS" width="300" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">WebdixX Nachfolger WIBS</p></div>
<p><strong>Und wenn ja, was braucht dann ein CMS?</strong> Zugegeben, die Frage klingt etwas provokant. Der Mensch braucht gewiss kein CMS, aber in gewisser Weise hat die Internetnutzung zugenommen und zunehmend stellen Menschen Content ins Netz ein. Daher lässt sich fragen, wie der Mensch eigentlich diesen Content einstellt, ober er dazu neue Werkzeuge und was überhaupt er dazu benötigt.</p>
<p>Ich habe versucht, dieser Frage nachzugehen. Ausschlag für diese Überlegungen waren zwei Dinge. Zum einen ein Blick auf eine neue Datenbank-Software für den Mac. Diese leider nicht freie Software ist wirklich intuitiv zu bedienen, das ganze sieht aus wie eine Mischung aus einer Tabelle und den Suchfiltern von Mozilla Thunderbird. Andere Inspirationsquelle war das Buch <strong>Getting Real </strong>von <strong>37signals</strong>, das man übrigens auch kostenlos im Netz lesen kann unter <a title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" href="http://gettingreal.37signals.com/" target="_blank">http://gettingreal.37signals.com/</a>. In diesem Buch geht es im Prinzip um die Vereinfachung unseres Denkens, um eine optimale Software für bestimmte Zwecke zu entwickeln.</p>
<p>Denkt man darüber nach, was ein CMS eigentlich ist, so kommt man auf den Schluss, dass es das Gegenteil von zielorientierter, praktischer Software ist, denn das CMS weiß ja nicht was man letztlich mit ihm vorhat. Also muss es alle Möglichkeiten einplanen. Ist das wirklich der Zweck eines CMS? Oder sollte das CMS eher eine Ansammlung von Tools sein?</p>
<p>Dieser Essay ist bestimmt nicht zu Ende gedacht, aber er spiegelt meine Überlegungen von vor 2 Woche wider. Inzwischen steht die Basisversion eines neuen, einfachen CMS &#8220;WIBS&#8221; (Arbeitstitel <img src='http://blog.digitallifedesign.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> , die auf jQuery und PHP basiert. Natürlich mal wieder zu komplex. Aber der Anfang ist gemacht.<span id="more-185"></span></p>
<h2>CMS, CMS, CMS und die besten Seiten sind einfach</h2>
<p>Inzwischen gibt es so zahlreiche CMS im Umlauf, die meisten davon kostenlos, sogar Open Source. Jeder hat so seine Erfahrungen mit dem einen oder anderen davon gemacht. Doch was man heute im Internet findet sind zunehmend funktionale Seiten. Was macht eine solche Seite aus? Und was braucht eine solche Website? Dieser Beitrag versucht Anforderungen moderner Websites einzugrenzen und anschließend ein Konzept für ein CMS zu erstellen, das diesen Anforderungen genügt.</p>
<h2>User Interface Design: Navigation und Zugang zum Content</h2>
<p>Moderne Webseiten verwalten mindestens ebensoviel Content wie ihre Vorgänger, doch fällt es dem User erst einmal nicht mehr auf. Auf Youtube zum Beispiel werden laut Wikipedia täglich rund 65000 Filme hochgeladen. Doch wer einen Film sucht, findet ihn meist mit weniger als drei Suchbegriffen. Entwickler überall auf der Welt haben erkannt, dass es wahrlich schnellere Möglichkeiten gibt, durch eine Website zu navigieren als über eine Sitemap oder ein dreifach geschachteltes Menü.</p>
<p>Für einen schnellen Zugang zu Seiteninhalten gibt es kein Patentrezept. Vielmehr sind hier innovative Lösungen gefragt. Je nach Inhalten einer Seite kann eine Stichwortsuche hilfreich sein. Die Möglichkeit, Inhalte nach Datum, nach Kategorien oder nach Tags (Stichwörter) zu sortieren, ist ein weitere Möglichkeit, die den Zugang vereinfachen kann. Es gibt nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, die jedoch bei der Planung einer Website nicht willkürlich sondern geplant eingesetzt und ggf. entwickelt werden müssen.</p>
<h2>Variable Darstellung und Ausgabeformate</h2>
<p>In dem Moment, wo der Mensch den Unterschied zwischen Content und Darstellung, oder noch präziser zwischen Content und Ausgabeformat erkennt, verändert sich sein Denken. Diese Überlegung ist insofern philosophisch, als dass es um die Grenze zwischen Inhalt (Content) und Form (Ausgabe) geht. Die Form ist das, was wirkt, was echt oder unecht erscheint. Der Mensch sieht die Form, aber er behält den Inhalt. Unser Gehirn produziert reinen Inhalt. Gedanken sind Content, eine Idee ist Content, eine Information ist Content. Versucht man eine Information an andere zu übermitteln, so bedarf es der Darstellung. Selbst wenn ich meine Idee in eine Datenbank eintragen möchte, so verändere ich sie bereits. Die Idee wird geschrieben zur Zeichenkette (string), oder theoretisch umgesetzt als Methode (function) oder zu einer Gruppe von Methoden (class) in ein übergeordnetes Konzept (parent class) eingeordnet. Vielleicht denke ich auch ein Objekt (object), das wiederum eigene Methoden enthält.</p>
<p>Doch was kann man daraus für einen abstrakten Entwurf moderner Websites schließen? Der Inhalt muss so formlos wie möglich gespeichert werden, so dass es einfach ist, ihn in unterschiedlichen Formen auszugeben. Eine Information muss sowohl auf der Seite selbst (HTML) als auch per RSS-Feed (XML) oder als Druckvorlage (PDF) abgerufen werden können. Welche der Formate man letztlich zur Verfügung stellt, wird je nach Anwendungsfall entschieden.</p>
<h2>Unvorhersehbar: offen sein für alles</h2>
<p>Erfindungen fallen dadurch auf, dass sie gemacht werden, nicht dass sie jemand voraussagt. Und dann sind sie da und niemand will mehr auf sie verzichten. In großen Firmen gibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, doch welche dieser Abteilungen hat schon mal eine wirkliche Innovationen hervorgebracht? Der Vorteil von Innovationen ist gleichzeitig ihr Nachteil: die Unvorhersehbarkeit.</p>
<h2>Flexibilität macht unflexibel</h2>
<p>Fast alle CMS der Vergangenheit haben versucht, Unvorhersehbares zu integrieren und so möglichst flexibel zu sein. Man denke dabei beispielsweise an TYPO3: Jedes HTML-Element wird mit zig CSS-Klassen versehen und in diverse DIVs <img src='http://blog.digitallifedesign.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  verschachtelt, damit man auch ja jedes davon direkt ansprechen kann. Erweiterungen werden in ihrer Basis-Version mit diversen Eigenschaften ausgestattet, die es erlauben sollen, all das zu machen, was der Entwickler des CMS noch gar nicht weiß. Innovationen sollen eben einfach in das System aufgenommen werden. Und kaum kommt einer an und erfindet AJAX und JSON, und schon ist alles für&#8217;n A****.</p>
<p>Aus schlanken Systemen sind eigene, schwerfällige und träge PHP-Welten gewachsen, die nun daran scheitern, dass es ihnen an Schlichtheit fehlt. Sie haben fast alles vorhergesehen ausser das Unvorhersehbare selbst, die wirklichen Innovationen eben.</p>
<h2>Die Zukunft: back to the roots?</h2>
<p>Es fing einfach an und es wird noch einfacher enden. Die Anforderungen für die Zukunft:</p>
<h3>Datenstrukturen sollen lesbar sein.</h3>
<p>JSON ist beispielsweise ein solches für Mensch und Maschine gut lesbares Format für kleine Datenstrukturen.</p>
<h3>Eine Seite braucht dynamische Bereiche.</h3>
<p>Hier ist Javascript und AJAX unverzichtbar. Das Javascript-Framework jQuery erlaubt schnelle Eingriffe in nahezu alles, was HTML darstellen kann.</p>
<h3>Ein Template soll lesbar und veränderbar sein.</h3>
<p>Die Seitenaufteilung muss sich zwar nicht stets ändern, aber die Möglichkeit muss geboten sein.</p>
<h3>Inhalte sollen lesbar sein.</h3>
<p>Wie die einzelnen Inhalte in das CMS kommen, muss dem Programmierer selbst überlassen bleiben. Für eine reine HTML-Seite reicht HTML aus. Bei anderen Ausgaben wäre allerdings ein reines Datenformat wichtig.</p>
<h3>Nichts darf fertig sein.</h3>
<p>Der Programmierer muss das CMS selbst erstellen. Seine Idee muss die Idee des CMS werden, nicht umgekehrt. Wenn das CMS vorher schon fertig ist, dann ist es nicht sein CMS und zudem ist es starr. Und Starrheit ist das Gegenteil von Flexibilität, und das wollen wir doch alle, oder?</p>
<h2>Fazit: alles wird einfacher</h2>
<p>Hier ein Fazit zu bringen, ist gefährlich, denn der Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht, und was ich hier heute schreibe, denke ich morgen schon wieder anders. Vielleicht kommt die Komplexität wieder in Mode. Eigene Standards und Systeme, die gelernt werden müssen, nicht weil es keine Alternativen gibt, sondern weil der Programmierer Neues erfinden will. Er braucht diese Erfahrung, sie gibt ihm ein gutes Gefühl. Die Welt verstehen und beherrschen, alles kontrollieren, selbst das Risiko. Ich persönlich glaube nicht daran und buildLess von 37signals bleibt für mich eine wichtige Lektion, da ich selbst zuvor immer glaubte, man müsse alles dynamisieren und flexibel sein in der Form, dass jede Laune des Nutzers vorhersehbar gemacht wird. Stattdessen sollte der Nutzer aber vorher sagen, was er will, dann kann der Programmierer es genau auf diesen Fall angepasst bauen. Das spart neben Nerven auch noch Kosten. Es bleibt uns also nur die eine Hoffnung: <strong>Alles wird gut.</strong></p>
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