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	<title>Digital entwickelt. &#187; Zensur</title>
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		<title>Zensur für iApps</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:11:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
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		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle, die schon seit Jahren für Apple schwärmen, und alle, die dies erst seit den weißen Laptops und iGeräten tun, werden nun wieder auf die Erde zurück geholt. Denn zum einen ist das iBook meiner Schwester kaputt (keine weitreichenden Folgen) und zum anderen sortiert Apple neuerdings Apps aus dem iStore raus: Zensur (weitreichende Folgen).
So schreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle, die schon seit Jahren für Apple schwärmen, und alle, die dies erst seit den weißen Laptops und iGeräten tun, werden nun wieder auf die Erde zurück geholt. Denn zum einen ist das iBook meiner Schwester kaputt (keine weitreichenden Folgen) und zum anderen sortiert Apple neuerdings Apps aus dem iStore raus: Zensur (weitreichende Folgen).</p>
<p>So schreibt die Zeit, dass diverse Apps mit leicht bekleideten und anstößigen Wörtern und Bildern aussortiert wurden. Zensur ist Apple zwar erlaubt, aber es ist weder für die Entwickler noch für Nutzer interessant, ein System zu benutzen, das noch immer von einer einzigen Firma kontrolliert wird. Hier der Artikel:</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/mobil/2010-02/appstore-apple-zensur">Apple-Store: Nacktscanner fürs iPhone | Digital | ZEIT ONLINE</a></p>
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		<title>Subjektive Suchmaschinen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 08:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>drcho</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine unendlich großes Haus mit unendlich vielen Räumen. Ich stehe davor und frage den Herrn an der Information, wo ich das finden kann, was ich suche. Je genauer ich erkläre was ich will, umso besser sind seine Tipps. Schon seit Jahren läuft das so, und ich verlasse mich auf ihn und seine Empfehlungen. Der Rezeptionist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_207" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a class="thickbox" title="Wer in Deutschland bei Bing nach &quot;Junge Freiheit&quot; sucht, wird die Seite der Zeitung selbst kaum finden. Die gleichen Suchbegriffe im französischsprachigen Belgien beispielsweise liefern die Seite auf den ersten Suchpositionen. Um Relevanz kann es sich also nicht handeln." href="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/08/bing-junge-freiheit-2009-08-27.jpg"><img class="size-medium wp-image-207" title="bing-junge-freiheit-2009-08-27" src="http://blog.digitallifedesign.net/wp-content/uploads/2009/08/bing-junge-freiheit-2009-08-27-300x227.jpg" alt="Bing-Skandal in Deutschland: Die Webseite von &quot;Junge Freiheit&quot; wird ausgeblendet" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Bing-Skandal in Deutschland: Die Webseite von &quot;Junge Freiheit&quot; wird ausgeblendet</p></div>
<p>Eine unendlich großes Haus mit unendlich vielen Räumen. Ich stehe davor und frage den Herrn an der Information, wo ich das finden kann, was ich suche. Je genauer ich erkläre was ich will, umso besser sind seine Tipps. Schon seit Jahren läuft das so, und ich verlasse mich auf ihn und seine Empfehlungen. Der Rezeptionist war immer freundlich und neutral. Doch seit einiger Zeit ist das anders. Er hat plötzlich eine eigene Meinung. Einige Räume in diesem Haus gefallen ihm nicht. Wegen der Leute in diesen Räumen, er findet sie doof. Die Werte seiner Erziehung und seine moralischen Vorstellungen verbieten es ihm, mich in bestimmte Etagen zu schicken. Und seit er Mitglied in einer Partei geworden ist, sind seine Tipps gar nicht mehr zu gebrauchen.<span id="more-197"></span></p>
<h2>Internetzensur</h2>
<p>Dass Google in China zensiert, ist ja bereits vor einigen Jahren bekannt geworden, und es wurde zu einem Skandal mittleren Ausmaßes in den Medien. Als Mitteleuropäer konnten wir schenkelklopfend dazu sagen: &#8220;China, da läuft ja so einiges anders. Gut, dass es andere betrifft und nicht uns.&#8221; Miscrosofts neue Suchmaschine &#8220;Bing&#8221; scheint nun auch in Deutschland zu zensieren. Das Wort Zensur kann bei gut gelaunten Usern jedoch schon mal emotional negative Wirkungen auslösen. So spricht man seit 2005 schon von &#8220;Freiwillige Selbstkontrolle Suchmaschinen&#8221; (<a title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" href="http://ef-magazin.de/2009/07/07/1336-bing-freiwillige-selbstverstuemmelung" target="_blank">vgl. Chris Vigelius für ef-online: Bing: &#8220;Freiwillige&#8221; Selbstverstümmelung</a>).</p>
<h2>Suchmaschinen-Oligopol</h2>
<p>Inhalte des Internets, die dem User vorenthalten werden, verändern die Bedeutung dieses Mediums. Das Internet hatte bisher den Vorteil, dass wirklich alles auffindbar war. Anfang der 1990er Jahre gab es viele verschiedene Suchmaschinen, die verschiedene Ergebnisse lieferten. Heute benutzen die meisten Nutzer Google, Microsofts (Bing) oder Yahoo, wobei Yahoo und Bing demnächst ein und dasselbe sind (vgl. <a title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" href="http://www.chip.de/news/Suchmaschinen-Deal-perfekt-Yahoo-wird-Bing_37437229.html" target="_blank">Chip.de: Suchamschinen-Deal perfekt: Yahoo wird Bing</a>). Und zumindest in Deutschland liefert Google alle Ergebnisse, und das ziemlich transparent.</p>
<h2>Pornografie, Schwarzkopien und internationales Recht</h2>
<p>Nun dachten sich jedoch einige Menschen, dass man die Jugend schützen und etwas gegen Pornografie im Internet tun müsse. Und andere waren der Meinung, dass die inzwischen immerhin seit über 20 Jahren durch Computer geschaffene Möglichkeit, Text-, Bild- und Tonwerke (Content) kostenlos zu kopieren, verboten werden müsse. Statt die Ursachen zu bekämpfen, hat man die Kuh jedoch beim Schwanz gepackt bzw. die Kuh links liegen gelassen und sich stattdessen auf den Kuhfladen konzentriert. Beim Porno nennt sich das dann &#8220;Freiwillige Selbstkontrolle Suchmaschinen&#8221;. Man entfernt nicht die Webseiten selbst, sondern entfernt die Information gleich aus dem Index. Und bei Bing sogar unabhängig davon, ob der User das nun will oder nicht. Bei Schwarzkopien nahezu das gleiche, nur dass es hier noch einen ganzen Wirtschaftszweig gibt, der davon lebt, (1) die Herstellung von Kopien zu ermöglichen (&#8220;Clone~&#8221;), (2) die Vervielfältigung und Beschaffung auf mehr oder weniger legale Weise zu erklären (Computerzeitschriften) und (3) Plattformen zur Verbreitung zur Verfügung zu stellen (&#8220;Share~&#8221; oder &#8220;~tube&#8221;). Die Kuh wird nicht geschlachtet, sondern die Nutzung des Kuhdungs wird kontrolliert. Für die Schlachtung wäre eine international gültiges Recht notwendig, und vor allen Möglichkeiten, dieses Recht zu kontrollieren. Aber scheinbar gelingt es über Jahre nicht, einigen wenigen Servern einfach den Strom abzudrehen.</p>
<h2>Informationsfreiheit</h2>
<p>Suchmaschinen sollten Maschinen bleiben. Wenn sie nicht mehr nach Relevanz finden, sondern nach eigenem Ermessen, dann sind es keine Suchmaschinen, sondern Zusammenstellungen. Politik entscheidet hingegen, was legal und was illegal ist. Und Gesetze sind dafür zuständig, Illegales zu saktionieren. Als User können wir kommerzielle Angebote bei der Suche nicht ausblenden, warum sollten wir dann eine rechtsextreme Partei ausblenden können? Es ist unangenehm, dass es manche Dinge gibt, doch das Totschweigen beseitigt nicht die Ursachen. Wenn wir keine kommerziellen Webseiten mehr wollen, muss das Gesetz sie verbieten. Wenn wir keine rechtsextremen Parteien wollen, muss das Gesetz sie verbieten. Doch wohin das führen kann, wissen wir bereits.</p>
<h2>Google-Consulting</h2>
<p>Eine weitere Krankheit der Suchmaschinen ist es, den Menschen Tipps geben zu wollen, was sie gemeint haben könnten. So ergänzt Google inzwischen auf der Startseite die Suchbegriffe automatisch. Wenn ich also &#8220;Frieden&#8221; eingebe, erinnert mich die Maschine daran, dass sehr viele relevante Ergebnisse für &#8220;Friedensnobelpreis&#8221; vorhanden sind. Es ist ein Vorteil insofern, dass ich erfahre, was gesucht wurde. Nachteilig daran ist, dass meine Suchbegriffkreativität enorm nachlässt, da ich denke, dass andere Suchbegriffe keine Ergebnisse liefern. So entsteht ein Kreislauf der ewigen Suchbegriffe, der wenig Veränderung erwarten lässt.</p>
<p>Doch das ist alles Spielerei. Die Sammlung von Nutzerdaten und die Personalisierung der Suche ist eine viel größere Bedrohung für Menschen, die nicht genau wissen, was sie wollen.</p>
<blockquote><p>„Unser Ziel ist es, dass wir Google-Usern Antworten auf Fragen wie ‚Was soll ich morgen machen?’ und ‚welchen Job soll ich wählen?’ geben können“, beschrieb Schmidt die Zukunftspläne des Unternehmens.<br />
(<a title="Öffnet externen Link in neuem Fenster" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/626/323493/text/" target="_blank">sueddeutsche.de: Google-Pläne: Totale Personalisierung</a>)</p></blockquote>
<p>Und wer weiß schon immer, was er will?</p>
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